Mikro-   Computer- Geschichte   [ zurück ]
         Die Entwicklung der Mikroprozessoren   ( CPU´s = Central Processing Units )
Jahr Typ Firma Anzahl der Transistoren Takt- Frequenz in MHz       Bemerkungen
1971 4004 Intel 2.300 108 kHz Erster Mikroprozessor; 4- Bit- Datenbreite; Einsatz in einigen Taschenrechnern sowie als Steuerbaustein für el. Geräte
1972
1973 8008 Intel 3.500 200 kHz Erste programmierbare CPU; 8- Bit- Datenbreite; noch nicht für höhere Programmiersprachen (Basic, Fortran, etc) geeignet
1974 6800 Motorola 4.100 1 erste vollwertige CPU; 8- Bit; mit eigener Architektur (68x- ) und Nicht- Intel- kompatiblem Befehlssatz
1975 8080 Intel 6.000 2 erste vollwertige Intel- CPU; 8- Bit; Einsatz im ersten "Home- Computer", dem Altair 8800
1975 6502 MOS Technology 4.000 1 - 2 Konkurrenz- CPU zur 8080; vergleichbarer Befehlssatz, aber bessere Leistungen; kommt im legendären Apple II zum Einsatz
1976 Z 80 Zilog 8.500 2,5 - 8 Konkurrenz- CPU zur 8080; schneller und mit größerem Befehlssatz ausgestattet; verkauft sich zeitweise auch besser
1977 6809 Motorola 5 - 8 weiterentwickelte 6800- CPU, gilt als bester 8- Bit Mikroprozessor überhaupt
1978 8086 Intel 29.000 4 - 8 erste 16- Bit- CPU; definiert die bis heute gültige "-x86"- Linie; kann mindestens 330.000 Befehle/ Sekunde abarbeiten
1979
1980 8088 Intel 29.000 4 - 8 Variante zur 8086- CPU mit externem 8- Bit- Datenbus; ermöglicht billigere Rechner- Architekturen, Einsatz im ersten IBM- PC
1980 Z 8000 Zilog 17.500 16- Bit- CPU, die auf der Architektur des Z 80 aufbaut; kann dessen Erfolg nicht wiederholen
1980 68000 Motorola 68.000 5 - 20 erste 16- Bit- CPU von Motorola; technologisch dem Intel- Baustein überlegen; kommt wegen Lieferproblemen bei IBM nicht zum Zuge
1981 6510 MOS Technology 11.500 1 erweiterte 6502- CPU; kommt im Commodore C 64 zum Einsatz, mit über 10.000.000 Ex. bis heute der meistverkaufte Rechner der Welt
1982 80286 Intel 124.000 6 - 20 neue 16- Bit- CPU; kommt im IBM- PC AT zum Einsatz; dieser PC setzt durch millionenfachen Verkauf den sog. IBM- Standard
1983
1984 68010 Motorola 190.000 8 - 30 erste 32- Bit- CPU; Einsatz in den legendären Apple- Rechnern LISA und Macintosh (mit Maus und grafischer Benutzeroberfläche)
1985 80386 Intel 275.000 12 - 33 erste 32- Bit- CPU in Intel- Spezifikation; sie kann als erste CPU mehrere Programme gleichzeitig verarbeiten (Multitasking)
1985 Z 80000 Zilog 91.000 32- Bit- CPU von Zilog; trotz guter Performance kein Erfolg - Zilog geht in Konkurs
1985 65816 MOS Technology 32- Bit- CPU der 65x- Baureihe; kann den Erfolg der 6510- CPU- nicht wiederholen; Firma geht in Western Digital Computers auf
1986
1987 68030 Motorola 273.000 10 - 50 32- Bit- CPU der 68x- Architektur; besitzt externe Fließ- Komma- Einheit für höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit
1989 80486 Intel 1.180.000 16 - 100 Weiterentwickelte 80386- CPU mit integriertem mathematischen Co- Prozessor und 4 mal so vielen Transistoren wie beim 80386
1989 68040 Motorola 1.200.000 10 - 50 Weiterentwicklung der 68030- CPU mit intergrierter Fließ- Komma-Einheit und getrenntem Cache (Speicher) für Befehle und Daten
1990 Power 1 IBM 492.000 erste eigenständige IBM- CPU; technologisch den Konkurrenten Intel und Motorola unterlegen
1991 386 DX AMD 200.000 16 - 40 erster AMD- Clone einer Intel- CPU; trotz geringerer Transistorenzahl dank höherer Taktfrequenz dem Original teilweise überlegen
1991 386 SLC IBM 815.000 16 - 25 IBM- Variante (bzw. "Mittelding") der 80386/ 80486 Intel- CPU´s, kommt kaum zum Einsatz (auch nicht bei den IBM- PC´s)
1992 486 SLC Cyrix 600.000 20 - 100 erster Cyrix- Mikroprozessor; (trotz Typen- Bez.) ein 80386- Clone ohne mathematischen Co- Prozessor
1992 486 SLC IBM 1.400.000 20 - 100 IBM- Variante zur 80486- Intel- CPU (Lizenzproduktion)
1992 68060 Motorola 1.500.000 50 - 100 letzte eigenständige Motorola- CPU; technologisch problematisch (zu langsam und fehleranfällig)
1993 Pentium Intel 3.100.000 60 - 166 erste 64- Bit- CPU; eig. 80586; softwarekompatibel zu den Vorgängern, aber haushoch überlegen (mehr als 3 mal so schnell)
1993 486 DX Cyrix 1.100.000 33 - 100 80486- Clone; pin- kompatibel zu den Intel- CPU´s
1993 486 AMD 930.000 33 - 100 AMD- Clone des 80486- Mikro- Prozessors von Intel; Mircocode von Intel lizensiert (genehmigt)
1993 Power 2 IBM 1.400.000
1994 N5x86 Nexgen 3.500.000 60 - 66 erste 64- Bit- CPU von Nexgen; verfügt über 2 (getrennte) Daten- Caches mit einem speziellen "Cache- Bus" für höheres Tempo
1994 PowerPC 604 IBM 3.500.000 120 -180
1995 Pentium Pro Intel 5.500.000 150 - 200 erste Intel- CPU der 6. Gen.; integrierter Second- Level- Cache und 2 Bus- Systeme erhöhen die Datenverarbeitung um das 3- fache
1995 6x86 Cyrix 3.300.000 100 - 200 Konkurrent zum PP; Co- Produkt mit IBM; ist teilweise schneller als die Intel- P´s, jedoch erheblich billiger; benötigt spezielles Bios
1995 K 5 AMD 4.300.000 100 - 120 AMD- CPU der 5. Gen.; Konkurrent zum P5 und PP; teilweise schneller; sehr günstiger Preis verhilft dem K5 zu großer Popularität
1995 Nx6x86 Nexgen 5.100.000 75 - 133 letzte CPU von Nexgen; hohe Leistung, aber nicht Pentium- kompatibel, daher kaum verkauft; Firma wird von AMD übernommen
1996 PowerPC 604 e IBM 5.100.000 166 - 250 weiterentwickelte CPU der 6. Generation; vergleichbar dem PP; wird von IBM jedoch nicht in den eigenen PC´s eingesetzt
1997 Pentuim II Intel 7.500.000 233 - 350 zweite CPU der 6. Gen; mit neuem Multimedia- Befehlssatz (MMX); neue Bauform - Platine statt Chip erfordert neue Motherboards
1997 K 6 AMD 5.500.000 166 - 300 AMD- CPU der 6. Gen.; basiert auf dem Nx6x86, jedoch mit MMX und Pentium- kompatibel; teilweise schneller als die Intel- CPU´s
1997 6x86 MX Cyrix 6.500.000 100 - 266 Konkurrent zum P II; letzte Co- CPU mit IBM; mit eigenem MMX- Code; Cyrix wird von NSC (National Semi Conducters) übernommen
1997 PowerPC 620 PowerPC 7.000.000 133 - 200 CPU der 6. Gen.; Motorola und IBM führen PowerPC als gemeinsame Firma weiter; Technologischer Vorsprung geg. Intel und AMD
1998 K 6-2 AMD 9.300.000 450 -533 CPU (64- Bit) mit AMD- eigenem Multimedia- Befehlssatz (3D NOW); erste CPU für die neuen 100 MHz- Bus- Mainboards
1998 PowerPC 750 PowerPC 6.350.000 200 - 500 Motorola/ IBM- CPU der 7. Gen.; kommt in den Apple- iMacs zum Einsatz
1999 Pentium III Intel 9.500.000 450 - 650 erste CPU der 7. Gen. (64- Bit); 70 neue Multimedia- Befehle; erste -x86- CPU, die mit 500 MHz und mehr getaktet werden kann
1999 K 7 Athlon AMD 22.000.000 500 - 1000 erste AMD- CPU der 7. Gen.; erste CPU der -x86- Linie, die Intels Prozessoren in allen Bereichen deutlich überlegen ist
1999 PowerPC 7400 PowerPC 10.500.000 350 - 500 Motorola/ IBM- CPU der 7. Gen.; erreicht als erste CPU mit mehr als 1 Milliarde Operationen/ Sekunde "Supercomputer"- Dimension
2000 Pentium III e Intel 28.000.000 700 - 1000 zweite Version des P III; 3- fache Transistorenzahl ermöglicht nahezu Verdoppelung der Taktfrequenz
2000 Pentium 4 Intel 42.000.000 1400 + erste CPU der 8. Gen. (64- Bit);  trotz neuer Features kaum besser als der P III; CPU, Mainboard und Rambus- Speicher extrem teuer
2000 K 7 Thunderbird AMD 29.000.000 800 - 1300 weiterentwickelte Variante des Athlon; nun wieder in Chip- Bauform; deulich schneller und wesentlich biliger als der Pentium 4
2000 PowerPC 750 Cx IBM 21.500.000 500 - 700 IBM- CPU der 7. Gen.; weiterentwickelte IBM- Variante der PowerPC 750- CPU; IBM und Motorola haben sich wieder getrennt
2001 PowerPC 7450 PowerPC 33.000.000 1000 + Motorola- CPU der 8. Gen.; technologischer Vorsprung geg. -x86- CPU´s schrumpft; kommt in Apple- iMacs zum Einsatz
           
   Wer sich intensiver mit der Geschichte der Computer beschäftigen will, findet im Internet sehr viele Sites -
   z. T. jedoch nur in Englisch, da amerikanischen Ursprungs.
   Einige interessante Homepages sind:
   http://www.computerhistory.org/index.page  = Computer- Museum Moffet Field, California, USA
   http://www.homecomputermuseum.de/  = Private Sammlung mit gutem Bildmaterial
   http://www.hnf.de/index.html  = Homepage des Heinz Nixdorf - Museums
   http://www.glossar.de/  = Umfangreiche Stichwortsammlung zu allem, was mit Computern, etc zu tun hat
   http://www.zock.com/8-Bit/D_Commodore.HTML
  Zusammenstellung   H. Baumgartner 2001  
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