Lehrerpersönlichkeiten

zur Schule 1773   

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  Schulmeister Andreas Grether                
( 30. 12. 1728 - 25. 6. 1801)

 
 Andreas Grether war von 1754 bis 1801 der Hausener Volksschullehrer. Kurz nach seinem Dienstantritt 1751
 war die allgemeine Schulpflicht verfügt worden. Sie galt für Jungen bis zum 14., für Mädchen bis zum 13. Lebensjahr.
 Seine Tätigkeit zeichnet sich besonders dadurch aus, dass
Johann Peter Hebel von 1766 bis 1772 zu Grether in die
 Schule gegangen ist - freilich nur im Winter, im Sommer lebte der kleine Hanspeter mit der Mutter in Basel.
 Dort besuchte er die Gemeindeschule von Sankt Peter, im Sommer 1773 saß er, wie er selbst berichtete: 
 „In der Münsterschuel uf mym herte Stuel.“ 
 Der Hausener Schulmeister Grether stammte aus Fahrnau. Er stand wohl in seiner Amtstracht, sorgfältig gerichteten
 schwarzen Kleidern und Schnallenschuhen, vor seinen Schülern. Ein pädagogisch besonders begabter Mensch scheint
 er nicht gewesen zu sein, auch eine Ausbildung hatte er nicht genossen. Noch in fortgeschrittenen Jahren musste er
 Rechnen und Feldmesskunst (das war damals allgemein üblich) nachlernen. Zu seinen Erziehungsmitteln gehörte der
 damals übliche Stock.
 Hebel schützt seinen Lehrer aber eindeutig gegen den Vorwurf, ein blindwütiger Prügellehrer gewesen 
 zu sein:
„Wie man zum Kaffe Zichorie tut, also kam es mir darauf an, wenn ich vormittags die lateinischen
 Schläge eine Stunde weit heimgetragen hatte, nachmittags je einmal auch noch ein paar deutsche dazu zu bekommen –
 aber niemals unverdiente“. Noch im Alter schrieb Hebel über das damalige Schulhaus und sein Elternhaus: „Beide
 Stätten sind mir heilig, wo zwei Menschen wohnten, meine Mutter und mein Schulmeister Andreas Grether, die so 
 vieles an mir taten und denen ich so vieles verdanke!“ Doch auch Grethers Unterricht verdankte dem jungen Johann
 Peter gewiss einiges - er mag aufgeatmet haben, wenn der aufgeweckte, von der großen Stadt Basel angeregte Bub
 wieder in der Schulstube saß. Grether wurde im Dienst alt und kränklich, er litt an zunehmender Schwerhörigkeit. 
 Ab 1787 erhielt er seinen Sohn Johann Georg als Hilfskraft zugeteilt. Aber der Vater diente noch bis zu seinem Tode 
 im Jahre 1801 weiter als Hausener Schulmeister. 
 
nach der Orts- Chronik
von 1985; Original- Text: Klaus Schubring

 Seite erstellt von  Jennifer und  Manuel                              
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