Schule und erste(s) Schulgebäude                                                   Zurück
 

Von Schule erfahren wir in Hausen erstmals im Jahre 1680 - doch von besonderen Schulhäusern war lange Zeit nicht 
die Rede. Der Schulmeister unterrichtete die Kinder in seinem Haus, wenn er einen geeigneten Raum hatte, oder
die Gemeinde mietete in irgendeinem Privathaus für bescheidenen Mietzins eine größere Stube, in der der Unterricht -
zunächst nur im Winterhalbjahr - erteilt wurde. Zudem war die Teilnahme freiwillig - und auf die Knaben beschränkt. 
1751 verfügte der aufgeklärte Markgraf Karl- Friedrich von Baden die ganzjährige allgemeine Schulpflicht für Jungen 
bis zum 14. und Mädchen bis zum 13. Lebensjahr. Die erste gravierende Folge der Neuerungen waren Lehrermangel 
und Schulraumnot. Es gab seit Anfang des 18. Jahrhunderts ein "gemeines oder altes Schulhaus" mit Nebengebäuden
(bildliche Belege existieren leider keine) - vermutlich lag dieses erste Schulhaus im Bereich der Kreuzung der oberen 
Hebelstrasse mit der Teichstrasse ( "
x" auf dem beiliegenden Lageplan). Da es den Anforderungen nicht mehr genügte,
mietete die Gemeinde größere Stuben im Dorf für den Unterricht. Beispielsweise ging der Schulstubenzins in den Jahren
1760, 1765/66 und 1768/69 an das "Gasthaus zum Adler".
 

Gasthaus 
zum Adler

(Historisches Foto 
von 1930)


Im Hintergrund :
Mitte: Schulhaus 1849
Rechts: Schule 1773


Ein neues, den Anforderungen gerecht werdendes Schulgebäude wurde erst auf Anweisung "von oben" 1773 errichtet. 

Wie wenig die Gemeinden (auch Hausen) insgesamt Neigung verspürten, für die Schule öffentliche Mittel aufzubringen,
geht drastisch daraus hervor, dass die Kinder im Winter das Holz zum Heizen der Schulstube mitbringen mussten. Bis 
1751 war diese Art der Beschaffung des Heizmaterials in Übung, dann kam eine amtliche Verordnung heraus, wonach 
die Gemeinden das notwendige Brennholz für die Schule zu stellen hätten. Besondere Beachtung scheint diese Anordnung 
in Hausen jedoch nicht gefunden zu haben, denn erst um 1830 hörte das Mitbringen von Brennholz durch die Schüler auf.


n
ach der Orts- Chronik von 1937; Original- Text: Georg Behringer und Reinhold Zumtobel 
und d
er Orts- Chronik von 1985; Original- Text: Klaus Schubring
zusammengestellt: H. Baumgartner                                                                                                                  Zurück