Container-Fritz – eine multimediale Reportage

Projektträger: 
GHS Hausen im Wiesental

Adresse:
Hebelstraße 28, 
79688 Hausen im Wiesental

Tel:
(07622) 43 11
      
Fax:
(07622) 67 18 95
E-mail:
webmaster@ghshauseniw.de
Website:
www.ghshauseniw.de


Kontaktperson:

Mario Enderle


Projektgegenstand:

Multimediale CD-ROM


Medienart:

CD-ROM


Zielgruppe:

Bürger des Dorfes Hausen, Kunst- und Multimedia-Interessierte


Arbeitsformen:

Gruppenarbeit, Projektarbeit


Laufzeit:

Frühjahr 2001


Infomaterial:

Infos über die Website unter Schule/Zeitungsarchiv/Multimedia


Kurzbeschreibung

Zehn Schüler der GHS Hausen stellen in einem multimedialen, interaktiven CD-ROM-Projekt den Künstler Peter Fritz und sein im Dorf umstrittenes Containerhaus vor. Alle Elemente wurden zu einer interaktiven Präsentation verschmolzen. Es wurden Seiten angelegt, Bilder eingebaut, Sound hinterlegt und Seitenübergänge gewählt. Virtuelle Container konnte man mit der Maus fassen und zu einer Containerstadt zusammensetzen.

Projektbeschreibung


Im Johann-Peter-Hebel-Dorf Hausen im Wiesental haben wir uns als computerbegeisterte Jugendliche dem Thema Multimedia verschrieben. Nachdem unsere Schul-Homepage ins Leben gerufen war, wollten wir die Möglichkeiten des Computers noch weiter ausschöpfen. Um etwas wirklich Multimediales erstellen zu können, suchten wir ein Thema, das Grafik, Foto, Text, Sound, Video und Animationen interaktiv zusammenfasst. Etwas Interessantes sollte es sein, und so kamen wir schnell auf unser Thema „Container-Fritz“.

Peter Fritz, sein Spitzname im Dorf ist „Container-Fritz“, ist ein Bildhauer und Künstler, der vor sechs Jahren mit dem Bau seines eigenwilligen Container-Hauses begonnen hat. Er versucht, das ganze Haus aus vier ausgedienten Containern und gebrauchten Wertstoffen energieautark zu bauen und zu bewohnen. Inzwischen ist das Haus halbwegs fertig, Herr Fritz wohnt schon darin. Nur stört viele Mitbürger, dass um den Containerbau herum lauter verschiedene Materialien herumliegen, z.B. Steine, Metallteile, Bretter und mehr. Das passt so gar nicht ins Dorfbild! Auf der anderen Seite interessieren sich Studenten, Architekten und Ingenieure für das ungewöhnliche Bauvorhaben.

Grund genug, Herrn Fritz einmal zu besuchen, ihn zu interviewen, Fotos zu machen und zu organisieren. Daraus haben wir eine CD-ROM gemacht, die das Thema Container-Fritz auf vielfältige Weise beleuchtet.

Themenbereiche der CD-ROM sind:
• Eine Luftbild-Animation;
• eine Rundumsicht-Animation des Containerhauses;
• eine Fotoreportage über die Bauphasen;
• Ein Spiel: Bau dir einen Container;
• Meinungen zum Containerhaus im Dorf (Interviews und Fotos);
• die Kunstwerke des Herrn Fritz samt Quiz;
• ein Kindermemory mit Bildern zum Thema Container-Fritz;
• eine Kinder-Puzzleseite;
• die Biografie von Herrn Fritz.

Innerhalb von vier Monaten wurden Interviews gemacht, Fotos mit der Digitalkamera geschossen, Kamerafahrten per Auto und Camcorder unternommen. Alle Buttons wurden von Hand gezeichnet, eingescannt und mit einem Bildbearbeitungsprogramm eingefärbt. Sie besitzen ein kleines Eigenleben, sie tanzen, zittern und fliegen. Ein musikbegeisterter Schüler hat mit einem Spezialprogramm alle „fetzigen“ Hintergrundtitel zusammengebastelt. Das Programm Mediator 6 Pro der Firma Matchware war für uns ideal, um alle Elemente zu einer interaktiven Präsentation zu verschmelzen. Es wurden Seiten angelegt, Bilder eingebaut, Sound hinterlegt und Seitenübergänge gewählt. Einzelne Elemente wurden animiert, und so kam ein recht lebendiges Ergebnis zustande. Die animierten Figuren fliegen von außerhalb ins Bild und drehen sich. Bei einer richtigen Quizantwort geht es weiter zur nächsten Frage, das Programm merkt sich die richtigen und falschen Antworten, um einen Punktestand auszugeben usw. Virtuelle Container kann man mit der Maus fassen und zu einer Containerstadt zusammensetzen. Das macht vor allem den Kindern großen Spaß. Sie können ihre Containerstadt sogar als farbiges Bild ausdrucken, um ihre Idee festzuhalten. Die Arbeit am Projekt hat bei den Jugendlichen (9. Schuljahr, 14 bis 16 Jahre alt) ungeahnte Fähigkeiten zutage gebracht. Hier ging es ja zum ersten Mal um ausgefeilte Grafik, um Programmieren mit Variablen oder genaues Arbeiten mit Sounds, um Übergänge, die nicht zu aufdringlich und doch witzig sein sollten. Es ging um Farbzusammenstellungen, um Inhalte, um Spaß und um ernsthafte Information. Wir durften keine allzu privaten Dinge zeigen, sollten aber durchaus Anstoß zur Diskussion geben – eine Reportage eben.

Einige Schüler haben sich sogar das Mediator-Programm gekauft, einer fand das Arbeiten damit cooler als seine Spiele, weil er etwas Eigenes erfinden konnte. Herr Fritz selbst ist mit dem Projektergebnis sehr zufrieden, die Öffentlichkeit zeigt Interesse, wenngleich auch nicht alle Dorfbewohner mit unserem Thema einverstanden waren. „Wieso habt ihr nicht das Thema Johann Peter Hebel bearbeitet?“ Fürs erste wollten wir eben etwas Besonderes machen, unseren Heimatdichter können wir ja immer noch in Angriff nehmen!


Mario Enderle


 

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