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Hausen. Am Donnerstag hatten die
20 Dritt- und Viertklässler, Darsteller des Musicals „Jo", der Grund- und
Hauptschule Hausen ihren „großen Tag". Sie durften mit ihrem gelungenen
Auftritt bei der, Feierstunde zum 22. Landespreis für Heimatforschung 2003
in Rottweil vor illustren Gästen wie Landräten, Oberbürgermeistern und
Bürgermeistern, den 16 Jurymitgliedern des Landesausschusses für
Heimatpflege und geladenen Honoratioren aus Baden-Württemberg mit ihren
einschmeichelnden Balladen und Songs und den tollen Kostümen für
Aufmerksamkeit sorgen. Und außerdem miterleben, wie die Hausener Schule für
ihre CD-ROM „Hausen - unser Dorf und wir alle" mit dem Schülerpreis
ausgezeichnet wurde.
Wohl ein unvergesslicher Tag für die Kinder, aber auch Anerkennung für die
Lehrer der Schule und Genugtuung für Bürgermeister Martin Bühler sowie
Schulamtsdirektor Hansjörg Noe, die sich sichtlich mitfreuten.
Ministerialdirigent Eckart Seifert vom Kultusministerium, der die
Preisverleihung vornahm, gab bekannt, dass mit 158 Einsendungen der
Landespreis für Heimatforschung Baden-Württemberg eine erfreulich große
Resonanz gefunden habe. Etwa ein Drittel davon habe sich für den
Jugendförderpreis beworben.
Der Hauptpreis ging an Reinhold Adler aus Ummendorf für sein Werk „Das war
nicht nur Karneval im August'. Das Internierungslager Biberach an der Riß
1942 bis 1945. Geschichte und Hintergründe."
Nach den Jugendförderpreisträgern wurde „eine Attraktion" angekündigt. Die
Türe öffnete sich, und alle quicklebendigen Musicalkinder stellten sich
wunderschön geschminkt und in farbenprächtigem Outfit als „Jo", Stadträte,
Herold, Soldaten auf der Bühne auf und lauschten gespannt den Worten
Seiferts, der verkündete: „Den diesjährigen Schülerpreis erhält die
Internet- und Projektgruppe der Grund- und i Hauptschule Hausen für ihr
Projekt 'Hausen - unser Dorf und wir alle'".
In der Laudatio wurde als didaktisch besonders gelungen hervorgehoben, dass
bei der CD-ROM der Arbeitsauftrag an die Hauptschule ging, für die
Grundschule Unterrichtsmaterialien zu erstellen. In zweijähriger Arbeit
entstand die 130-seitige CD-ROM. Dabei wurde den Schülern
ihr persönliches Lebensumfeld als Heimat bewusst, dokumentierten Schüler
ihre „Sichtweise ihres Lebensraumes".
Projektleiter Mario Enderle mit den Viertklässlerinnen Janika Bühler und
Julia Banholzer und den Mitstreitern aus der Multimedia-AG Corina Dattler
und Christian Keller nahmen stellvertretend Urkunde und einen Scheck über
1300 Euro entgegen. Die besten Genesungswünsche wurden der
Grundschulprojektleiterin Antje Rösch übermittelt. Seifert teilte außerdem
mit, dass die Hausener Schülerarbeit in die Locanda-Datenbank als
motivierendes Beispiel für andere Schulen aufgenommen werden soll und im
„Haus der Geschichte Baden-Württemberg" in Stuttgart in den multimedialen
Ausstellungs-Präsentationen verwendet wird, denn sie sei
„fachwissenschaftlich wie didaktisch eine sehr gelungene Darstellung ihres
Ortes".
Großen Beifall ernteten die Kinder für ihre Musical-Liederauszüge „Hallo",
„Jo", „Enttäuscht" und „Frieden", begleitet von Mario Enderle am Keyboard,
der Band „The P-Nuts" und unterstützt von Bernd Schneider, der die Kulissen
auf die Leinwand beamte.
Im Foyer der Kreissparkasse hatte die Grund- und Hauptschule Hausen beim
Imbiss die Gelegenheit, ihre CD-ROM vorzuführen und den zahlreichen
Interessenten Rede und Antwort zu stehen. In der Abendschau (Drittes
Programm) war zudem ein Kurzbericht über die Preisverleihung zu sehen, wobei
auch die Hausener Schule erwähnt wurde.
Übrigens kann die preisgekrönte CD-ROM „Hausen - unser Dorf und wir alle"
gegen eine Schutzgebühr von fünf Euro im Metzgereifachgeschäft Hug oder im
Sekretariat der GHS Hausen erworben werden.
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