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Markgräfler
Tagblatt
Rund
um Schopfheim
Samstag, 17. 11.
2001 |
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Hausen (es). Die Mühen haben sich gelohnt: Mit einem Preis für den fünften Platz bei einem Programmier- Wettbewerb wurde eine Gruppe von Schülern der Hauptschule Hausen und ihr Lehrer ausgezeichnet. In ihrem Beitrag hatten sich die acht Software-Akrobaten mit dem Künstler Peter Fritz, besser bekannt als der „Container-Fritz", und dessen eigenwillige Behausung im Hebeldorf befasst. Und die schillernde Figur gab eine Menge Stoff für das Programm her. Mit aufwändigen Digitalfotos, kleinen Film-Sequenzen und vielen einfallsreich präsentierten Informationen hatten die Jugendlichen um Lehrer Mario Enderle ein umfangreiches Projekt auf die Beine gestellt. Dieser Meinung war auch die Jury des von der Firma Siemens initiierten Wettbewerbs „Join Multimedia". Unter über 1000 Einsendungen aus dem ganzen Bundesgebiet wurden, die Hausener auf den fünften Platz gekürt. Bei dem Wettbewerb waren den Teilnehmer verschiedene Kategorien freigestellt, ebenso die Software, mit der sie ihr Projekt verwirk hen wollten. Im Wiesental entschied man sich für den Überbegriff „Kultur im Alltag - Als Lokalreporter unterwegs" Der Weg vom Beginn bis zur Fertigstellung des Programms dauerte nach Auskünften der Schüler von Januar bis Juni, und war selbstverständlich nicht immer leicht. Schließlich saß man nicht vor der „Kiste", .um Bösewichte abzuschießen oder Bälle ins digitale Tor zu ballern, sondern um in Eigenregie ein Programm zu entwerfen, das gut anzusehen ist und nach Möglichkeiten auch funktionieren sollte.Dazu war eine Menge Arbeit nötig, wie Lehrer Mario Enderle erzählt: „Anfangs war eine Wochenstunde am Nachmittag eingeplant", so der Pädagoge, „daraus wurden aber schnell vier bis fünf." Sogar in den Ferien saß man vor dem Computer und hat getippt und getüftelt. |
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Ein Beweis, wie ernst den Schülern das Projekt war. „Es hat sich eine richtige Eigendynamik entwickelt, und aus der Gruppe haben sich einige Experten rausgeschält", meint Enderle stolz. Die Schüler empfanden die stundenlange Arbeit am Rechner nach eigenen Angaben keineswegs als Belastung: „Wir hatten keinen einzigen sogenannten toten Punkt während der langen Zeit", erzählt Lisa, das einzige Mädchen aus der Gruppe. „Im Gegenteil", fügt sie hinzu, „das Projekt hat uns während den Prüfungen wahrlich beflügelt." Die Abschlussprüfungen. Die kamen für die fleißigen Schüler auch noch hinzu. Alle Protagonisten waren während der Zeit, in der das Projekt realisiert wurde nämlich in der neunten Klasse, dem Abschlussjahr an der Schule. Für die Preisübergabe diese Woche mussten sich alle einen Tag an ihren neuen Schulen oder Ausbildungsplätzen frei nehmen. Als der Preis aus den Händen von Anja Kreuzer von Siemens überreicht wurde, wünschten sich einige, noch mal an die alte Lehrstätte zurückkehren zu dürfen: Ein nagelneuer Laptop wurde der Schule gestiftet, der sofort von den „Spezialisten" getestet und für gut befunden wurde. |
Für die einzelnen Jugendlichen gab es Glas- Mousepads und eine Urkunde. Schulleiter Claus Brust, der ebenso wie Bürgermeister Martin Bühler der Preis-Übergabe beiwohnte, war stolz auf seine ehemaligen Schützlinge und dankte für deren Engagement, das der Schule das neue High-Tech-Gerät bescherte. „Bei eurem Einsatzwillen und euren Fähigkeiten bin ich mir sicher, dass ihr euren Weg machen werdet", sprach er den Schülern seine Zuversicht aus. Nun wird die Prämierung in den nächsten Tagen erstmal gebührend gefeiert. Martin Bühler sprach den Jugendlichen seine Glückwünsche aus und sicherte ihnen eine von der Gemeinde gesponserte Fete zu. Wer einen Blick auf das „Kunstwerk" der Hausener Schüler und von Mario Enderle werfen möchte, kann sich auf der Homepage der Schule Hausen unter der Adresse „www.ghshauseniw.de" Ausschnitte aus dem Programm ansehen. Zum Downloaden sei das Programm zu groß, so Enderle, man bemühe sich aber darum, das Ganze für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. |
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