Bericht: Einwöchiges Betriebspraktikum als Arzthelferin in einer Arztpraxis (Dr. Baß)

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Am ersten Tag wurde mir die gesamte Praxis gezeigt. Als erste Aufgabe durfte ich Rezepte abstempeln. Karteien Sortieren war ein schwieriger Job, denn sie müssen nach dem Jahrgang und Alphabet sortiert werden.

Am zweiten Tag habe ich gelernt, wie man Puls und Blutdruck misst, und wenn ich Zeit hatte, habe ich Patienten aufgerufen. Das war einerseits lustig, weil mich die Kolleginnen immer vorgeschickt haben, andererseits manchmal peinlich, wenn ich kleine Mädchen mit Frau angesprochen habe!

Am Mittwoch machte ich Zuckertests. Man muss bei jedem Patienten drei mal pro Tag Blut abnehmen. Die Proben müssen genau beschriftet werden, damit es keine Verwechslungen gibt. Die Blutproben werden dann nach Freiburg in ein Labor geschickt.

Und am Donnerstag war ich die meiste Zeit im Mikrowellenraum. In diesem Raum streckt man Wirbelsäulen. Fast wie im Mittelalter wird der Kopf mit einem Apparat liegend nach hinten gezogen. An diesem Tag habe ich eine schlimme Erfahrung gemacht: Ich habe direkt mitbekommen, wie Dr. Baß einem Notfallpatienten mit Herzinfarkt helfen musste.

Und am letzten Tag machte ich EKG (Elektrokardiogramm). Da wird mit einem Gerät der Herzrhythmus gemessen. Ich habe Geräte wie Pinzetten gereinigt (sterilisiert).

Die Arbeit hat sehr viel Spaß gemacht, aber ich glaube nicht, dass dieser Beruf für mich geeignet ist, weil er hohe Ansteckungsrisiken birgt und mich psychisch stark belastet.

In der zweiten Woche des Betriebspraktikums werde ich voraussichtlich einen ganz anderen Beruf ausprobieren, vermutlich in einem Kindergarten.

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Bearbeitet von Julia